Bürgerantrag für Tiny House Siedlung in Recklinghausen

Bürgerantrag für Tiny House Siedlung in Recklinghausen

16. September 2019 1 Von poe

Die Bürgerinitiative „Alternatives Wohnen – Bürgerinitiative für Recklinghausen“ hat am 16.09.2019 einen Bürgerantrag nach §24 GO NRW zur Errichtung einer Tiny House Siedlung in Recklinghausen beim Bürgermeister per E-Mail eingereicht.

Wir hoffen, dass dieser schon am 30.09.19 entsprechend an den Rat der Stadt Recklinghausen weitergeleitet wird.

Der Antrag hat den folgenden Text:

Bürgerantrag nach § 24 GO NRW 

zur Errichtung einer Tiny House Siedlung in Recklinghausen

16. September 2019

Antrag der Bürgerinitiative „Alternatives Wohnen – Bürgerinitiative für Recklinghausen“ 

zur 30. Sitzung des Rates der Stadt Recklinghausen 

am 30.09.2019

Der Rat der Stadt Recklinghausen möge beschließen:

Der Rat beauftragt die Verwaltung, im Stadtgebiet von Recklinghausen die Errichtung einer Tiny House Siedlung zu prüfen.

Gewünscht wird als Gesamtergebnis die Identifizierung und Überplanung eines geeigneten städtischen oder von Privat zu kaufenden bzw. zu pachtenden Grundstücks, um für diese neue Wohnform auch ein Angebot in Recklinghausen zu schaffen. 

Parallel dazu wird die Verwaltung gebeten, ein begleitendes Konzept in Kooperation mit der Bürgerinitiative “Alternatives Wohnen – Bürgerinitiative für Recklinghausen” zu entwickeln, welches Fragen der Grundstücksvergabe und der Errichtung von Gemeinschaftswohnbereichen sowie Grundsätzen des gemeinschaftlichen Wohnens innerhalb der Siedlung behandelt.

Erklärung: Der Begriff „Tiny House“ kommt ursprünglich aus den USA. Hierbei handelt es sich um die kleinste Form von Wohngebäuden – sogenannte „Kleinsthäuser“. Im deutschen Sprachgebrauch wird der Begriff „Tiny Houses“ in der Regel für die auf Trailer aufgebauten und somit mobilen Häuser verwendet. Es wird gebeten, hierüber hinaus auch sonstige Kleinsthäuser in die Planung mit einzubeziehen.

Begründung: Ziel des Antrages ist es, neuen Formen des nachhaltigen und energieeffizienten Wohnens Raum zu geben, damit diese sich entwickeln können. Wir möchten, dass die Erstellung und Nutzung von flächenschonendem und bezahlbarem Wohnraum in Form von Kleinsthäusern erstmalig auch in Recklinghausen ermöglicht wird. Viele Menschen wollen mittlerweile ressourcenschonend auf kleinem Raum, naturverbunden und gemeinschaftlich leben. 

Die Erfahrung bei der Planung und Umsetzung einer solchen Siedlung kann Antworten auf derzeit aktuelle sowie zukunftsfähige Fragen geben (z.B. Wohnraummangel, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit, Recycling, gemeinschaftliches Wohnen, Wohnen im Alter etc.) 

Insgesamt sollten auf einem geeigneten stadtnahen Grundstück mit Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und Nahversorgung, auch altersgerecht, zunächst Platz für 15 – 20 Tiny Häuser und Minihäuser entstehen. Möglicherweise ist eine Kooperation mit einer Hochschule möglich, um dieses Projekt wissenschaftlich begleiten zu lassen. Auch das örtliche Handwerk könnte entsprechend beteiligt werden. 

Zu prüfen wäre auch, ob sich im Rahmen einer anteiligen touristischen Nutzung ein gewinnbringendes Zusammenspiel für die Stadt und/oder die Bewohnerschaft realisieren lässt.

Für die Bürgerinitiative „Alternatives Wohnen – Bürgerinitiative für Recklinghausen“,

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Ursula Pötter